Hawaii und Surfen – das gehört einfach zusammen. Und das nicht von ungefähr. Die Ureinwohner von Hawaii haben das Surfen wahrscheinlich vor über 3000 Jahren für sich entdeckt. Kein Wunder, fast alle Strände der Hawaiiinseln laden zum Wellenreiten ein. Mit ihren traumhaften Waves sind viele von ihnen zum internationalen Hotspot für Surfer geworden. Wohl jeder Profi träumt von den meterhohen Wellen am legendären North Shore von Oahu – zu Spitzenzeiten werden die schon einmal 9 Meter hoch. Aber auch, wer zum ersten Mal auf dem Brett steht, findet auf Hawaii perfekte Bedingungen: Am Waikiki Beach oder bei Lahaina reihen sich Surfschulen, um in dir die Leidenschaft fürs Surfen zu wecken! Ganz klar – Oahu ist das Surfmekka der Hawaiiinseln. Aber auch die anderen Vulkaninseln bieten beste Voraussetzungen.

Vom North Shore bis zum Waikiki Beach: Oahus Surfparadiese

An keinem anderen Ort auf der Welt messen sich Profi-Surfer besser! Oahus North Shore lockt über 11 Km mit Riesenwellen. Im Winter herrscht an den Stränden Hauptsaison, dann treffen hier die meterhohen Waves an die Küste. Drei Spots sind die Hauptspielorte der Surfwettbewerbe: Am Waimea Bay findet zwischen Dezember und Februar der Quicksilver-Surfwettbewerb statt – zum Gedenken an die Surflegende Eddie Aikau. Als Anfänger empfehle ich dir die Sommermonate, um dich in den seichten Wellen zu versuchen. Überlass das Surfen in den stürmischen Wintermonaten am Waimea Bay aber den Profis! Nummer 2 am North Shore: der Ehukai Beach, von Surfern in Banzai Pipeline getauft. Wenn du schon die ersten Surfstunden hinter dir hast, kannst du dich hier durchaus versuchen. Erwarte aber kein ruhiges Plätzchen zum Surfen: Der Ehukai Beach und der nahe gelegene Sunset Beach sind äußerst beliebt bei Surfern. Mein Tipp, um als Anfänger den North Shore zu spüren: Laniakea Beach. Eher ruhigere Wellen und sandiger Untergrund machen das Surfen hier sehr angenehm. Nicht weit entfernt liegen zwei Surf Spots, die selbst für Profis ganz schön riskant sind: Am Jockos Point und am Chuns Reef sorgen neben den perfekten Waves eine starke Strömung und Felsen im Wasser für einen weniger schönen Nervenkitzel.

Oahu kann auch anders! Am Waikiki Beach steht nicht nur ein Luxushotel neben dem anderen, sondern die sanften Wellen sind der beste Start, um mit dem Surfen zu beginnen. Surfschulen wie die Hawaiian Fire Surf School oder die Kai Sallas‘ Pro Surf School säumen die Straßen in Honolulus berühmtesten Stadtteil. Die Top Surfer bringen wirklich jedem das Surfen bei! Mal ganz ab von den überlaufenen Hotspots rate ich dir zu Castles an der East Coast. Ein wunderschöner Strandabschnitt, der nicht ganz so überlaufen ist wie der North Shore oder der Waikiki Beach. Gerade im Sommer kannst du hier ganz in Ruhe den Pazifik beim Surfen bezwingen. Bekannt ist Castles für seine langen Waves: Der legendäre Duke Kahanamoku hat hier einmal eine Meile lange Welle gesurft!

Big Island: Kahaluu Bay im Westen und Honolii im Osten

Genug Fernweh nach Oahu. Kommen wir zur Big Island! Die Hauptinsel von Hawaii hat für mich zwei besonders tolle Spots zum Surfen: Der Kahaluu Beach Park gehört zu Kona und ist mit seinen leichten Wellen sehr beliebt bei Neulingen und Einheimischen. Bei einer hohen Brandung aber bitte vorher bei der Badeaufsicht nachfragen: Es kann dann zu starken Rückströmungen kommen. Oder gleich ein paar Surfstunden bei den Profis nehmen: Die Kahaluu Bay Surf & Sea School macht dich mit den Besonderheiten am Kahaluu Beach vertraut. Zur Abwechslung schaust du dir den Pazifik aus der Unterwasserperspektive an: Beim Schnorcheln und Tauchen hier am Kahaluu Beach bekommst du die Farbenpracht aus Fischen und Meeresschildkröten zu Gesicht! Zweiter Spot auf der Big Island: Honolii. Abgesehen von dem steinigen Untergrund gibt es hier nichts auszusetzen. Große Felsen und starke Strömung sind Fehlanzeige. Honolii liegt an der Ostküste bei Hilo. Für Anfänger und Fortgeschrittene gibt es hier drei hervorragende Stellen zum Surfen.

Maui: Schönes Lahaina und aufregender Waiehu Beach

Maui ist nicht nur die Hawaiiinsel der Schönen und Reichen, hier gibt es auch Surf Spots für wirklich jeden. Das Küstenstädtchen Lahaina beheimatet neben Luxushotels und Spas drei sehr schöne Surfstellen: Break Wall klingt gefährlicher als es ist. Dieser Spot gleich vor der Stadt lege ich dir besonders ans Herz, wenn du noch nicht so sicher auf dem Surfboard bist. Harbors und Boneyard sind tolle Spots, wenn du etwas mehr Übung hast. Oder schau dir hier bei den Profis einfach mal ein paar Tricks ab. Ganz von vorn kannst du in Lahaina auch beginnen: An den ruhigen Stellen bringen dir die Trainer von der Royal Hawaiian Surf Academy oder der Maui Surf Clinics das Wellenreiten bei. Ohnehin ein Traumstrand ist der Kaanapali Beach. Hier kannst du dich in den sanften Wellen üben, bist aber sicher nicht allein hier. Der Strand ist gerade in der Hauptsaison sehr gut besucht. Wer zu den fortgeschrittenen Surfern gehört, dem rate ich zum Waiehu Beach und zum Hookipa Beach. Am Waiehu Beach im Norden brauchst du schon etwas Übung – vor allem, wenn der Swell aus Norden kommt. Die Wellen vor Hookipa sind die richtige Herausforderung für Profis. Früh morgens oder am frühen Abend lässt der Wind aber nach. Jetzt dürfen sich auch Anfänger in die Wellen stürzen!

Kauais Top Spots: Pakala Beach, Hanalei Bay und Poipu Beach

Kauai ist ja bei Outdoor-Touristen unglaublich beliebt. Aber Surfen kommt auch hier nicht zu kurz. Meine Top 3 auf Kauai sind der Pakala Beach im Südwesten, Hanalei Bay und natürlich der Poipu Beach. Am Pakala Beach wirst du dich wahrscheinlich unter Einheimischen wiederfinden. Der kleine Strandabschnitt hat es für Surfer aber in sich: Die Wellen können bis zu einem halben Kilometer lang werden. Dazu ist Pakala nicht nur bei einheimischen Surfern beliebt; auch Haie zieht es gelegentlich in die Gegend. Ruhiger geht es im Hanalei Bay zu. Der Hanalei Pier ist nicht nur wunderschön in die Natur eingebettet, sondern bietet Anfängern sanfte Wellen zum entspannten Üben. Gerade im Februar sind die Wellen hier auch für Fortgeschrittene eine Traum! Nachhilfe holst du dir in der berühmten Hanalei Surf Company gleich am Bay. Doch Vorsicht: Nicht zu weit aufs Meer hinausschwimmen – die Strömungen werden sehr stark. Wie wäre es mit einem der offiziell schönsten Strände der USA? Der Sunny Poipu Beach an der South Coast ist im Sommer ein Hotspot für Anfänger und Fortgeschrittene. Entsprechend überlaufen wird es hier bei den Swells von Süden in den Sommermonaten.

Das war längst nicht alles! Die Hawaiiinseln bieten viel, viel mehr Surfparadiese für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis. Wichtig ist, dass du dir am Anfang einen gut bewachten Strand zum Surfen suchst und mit den Locals den Pazifik vor Hawaii kennen lernst – in den vielen Surfschulen vor Ort. Auch wer schon die eine oder andere Surfstunde hatte, sollte Hawaiis Wellen nicht unterschätzen. In diesem Sinne: Aloha von Hawaii und hang loose;)

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